Zusammenarbeit für die Medizin der Zukunft


GENF - Das Universitätsspital Genf HUG und das Schweizerische Institut für Bioinformatik SIB haben vereinbart, auf dem Gebiet der personalisierten Medizin zusammenzuarbeiten. Es handelt sich um das erste Abkommen dieser Art in der Schweiz, wie die beiden Institutionen am Montag mitteilten.

Dank technologischer Fortschritte soll jedem Patienten zukünftig eine individuellere medizinische Betreuung zukommen. Schon heute spricht man von "Präzisionsmedizin" oder "personalisierter Medizin". Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Bioinformatik zu, also der computergestützten Analyse von Erbgutsequenzen und ähnlichen Daten.

Anhand solcher Analysen könnten Mediziner künftig Krankheiten wie Krebs genauer diagnostizieren, dabei zum Beispiel verschiedene Krebstypen unterscheiden und besser auswählen, welche Therapie am vielversprechendsten wäre.

Das HUG und das SIB haben eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet, um ihre Ressourcen zu bündeln und computergestützte Analyse-Werkzeuge für klinische Anwendungen zu entwickeln. Diese sollen auch anderen Spitälern zur Verfügung gestellt werden.

Das primäre Ziel sei, die klinische Bioinformatik in den medizinischen Alltag zu integrieren, so die Mitteilung. Die Zusammenarbeit soll dem HUG und auch anderen Universitätsspitälern ermöglichen, sich auf die Medizin von morgen vorzubereiten.

07.03.2016 - SDA

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